SparkassenStars verlieren umkämpftes Westfalen-Derby

13.10.2023 / VfL SparkassenStars Bochum vs Uni Baskets Münster 70:81

Die VfL SparkassenStars Bochum verlieren am 3. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA das Westfalenderby gegen die Uni Baskets Münster vor ausverkaufter Halle. Nach großem Kampf war am Ende die schlechtere Dreierquote und das verlorene Reboundduell ausschlaggebend. 

Bei den SparkassenStars gab Emil Loch sein Saisondebüt, nachdem er in den ersten beiden Partien der Saison eine Sperre aus der letzten Saison absitzen musste. Verzichten musste Headcoach Felix Banobre auf den verletzten Lars Kamp und Kalu Ezikpe, der eine Verletzung am Zeh auskuriert. Loch stand dann neben Niklas Geske, Quinn Nelson, Tom Alte und Vincent Friederici in der Starting 5. 

Die Zuschauer in der Rundsporthalle konnten bereits nach 12 Sekunden jubeln, als Quinn Nelson den ersten Dreier traf. Toomer tat es Nelson aber im Gegenzug gleich und ließ die zahlreichen Münsteraner Fans jubeln. Das Spiel war von Beginn an hektisch, ein typisches Derby. Die Uni Baskets wirkten einen Tick wacher als die SparkassenStars und hatten auch das nötige Wurfglück. Anfangs konnten die Bochumer noch mitziehen, aber gegen Ende des ersten Viertels fielen die Würfe auf Bochumer Seite nicht mehr. Die Münsteraner führten mit 11 Punkten. Spielstand nach dem ersten Viertel 13:24. 

Im zweiten Viertel traf der starke Toomer den ersten Dreier für die Uni Baskets und baute die Führung noch mit einem Sprungwurf auf 16 Punkte aus. Nach 4 Minuten Spielzeit im zweiten Viertel setzte Center Tom Alte ein Statement durch einen krachenden Dunk. Emil Loch hatte Petturson vorher den Bau geklaut. Die Halle stand zum ersten Mal Kopf. Wie im gesamten Spiel hatte Münster in diesen Situationen immer die richtige Antwort. Weß traf für Drei und das Momentum war wieder auf Münsteraner Seite. Kapitän Niklas Geske und Vincent Friederici versuchten in dieser Phase das Ruder herumzureißen und kämpften, wie das gesamte Team aufopferungsvoll, aber das Ende des zweiten Viertels war symptomatisch für das gesamte Spiel. Nachdem Bochum auf 8 Punkte herangekommen war, traf Toomer mit der Schlusssirene einen Dreier. Halbzeitstand 32:43.

Bochum kämpft sich immer wieder heran, Münster hat aber die richtigen Antworten.

Je länger das Spiel dauerte, umso intensiver wurde es. Beide Anlage peitschten ihre Mannschaft nach vorne. Die Würfe fielen aber weiterhin besser auf Münsteraner Seite. Nathan Scott baute die Führung mit einem Dreier auf 19 Punkte aus, gleichbedeutend mit der höchsten Führung des Spiels. Sesan Russell hatte nun seine stärkste Phase und versuchte immer wieder in die Zone der Uni Baskets einzudringen. Mit Erfolg, denn das Banobre Team verkürzte den Rückstand auf 13 Punkte 03:18 Min auf der Anzeigetafel.Münster fing sich aber wieder und ging mit einer 62:47 Führung in die letzte Viertelpause.

Vincent Friederici brachte die Bochumer nach Assist von Kilian Dietz auf 13 Punkte heran. Dietz kämpfte um jeden Ball, schmiß sich in jeden Zweikampf und feuerte seine Teamkameraden an. Auch die Zuschauer merkten, Kili war im Derbymodus. Auch Russell versuchte alles, Münster hatte aber immer zu den wichtigen Zeitpunkten die richtige Antwort und das waren meistens Dreier. Die SparkassenStars gaben aber nicht auf und konnten das Spiel sogar fast nochmal kippen. 1 Minute vor Ende betrug der Rückstand nur noch 6 Punkte, als Russell einen Dreier traf. Das Team von Headcoach Götz Rohdewald blieb aber ruhig und beendete das Spiel mit einer 11 Punkte Führung, wie schon nach dem ersten Viertel. 

Am Ende verlieren die SparkassenStars das Spiel mit 70:81. Münster hatte eine Dreierquote von 50% und Bochum nur 29%. Auch das Reboundduell ging an die Münsteraner (46:34). Das waren wohl die Gründe für die Niederlage. 

Topscorer

Russell 22 Punkte, 7 Rebounds; Friederici 18 Punkte, 3 Steals; Geske 17 Punkte, 4 Assists

„Die Spieler haben enormen Aufwand und Energie in die Partie gesteckt, insbesondere in der zweiten Hälfte. Wir hatten eine gute Vorbereitung in der Woche vor dem Spiel und die ersten Minuten waren gut. Münster traf dann aber schwere Würfe und wir ließen einfache Punkte liegen. Da lag der Unterschied, wir trafen nicht und Münster traf. Das hing uns bis zum Ende hinterher. Wir müssen das Selbstvertrauen und die Solidität, die das Team im Training hat, in das Spiel transferieren. Dann werden wir in unseren Flow kommen. Wir werden weiter hart arbeiten und uns auf das nächste Spiel fokussieren“

„Es war von beiden Mannschaften kein hochklassiges Basketballspiel. Wir sind absolut nicht in die Partie gekommen und haben unsere Würfe nicht verwandelt und einfache Abschlüsse liegen gelassen, während Münster recht hochprozentig getroffen hat. Wir haben in der zweiten Halbzeit noch einmal gekämpft, aber konnten am heutigen Abend unser Spiel nicht umsetzen und so ging der Sieg am Ende verdient nach Münster. Ich bedanke mich bei allen Zuschauern, die uns am heutigen Abend so zahlreich unterstützt haben. Es war wirklich eine großartige Derbykulisse.“